Forschungsprofil
Ich bin Philosoph und Ideenhistoriker, spezialisiert auf Idealismen (insbesondere den deutschen), Romantiken, Konservatismen sowie die Lebensphilosophie, mit Schwerpunkt auf der Rezeption dieser Traditionen im polnischen Denken. Im Zentrum steht Józef Gołuchowski – sein System, seine intellektuelle Formation und die Transposition der Metaphysik in die sozial‑politische Ordnung. Ich verbinde Quellenlektüre, Archivforschung und vergleichende Ansätze (Schelling, Gołuchowski, Dilthey, Nietzsche), um zu zeigen, wie philosophische Ideen in Kultur und Politik „arbeiten“. Derzeit forsche ich unabhängig außerhalb institutioneller Strukturen.
Forschungsbereiche und Zielsetzungen:
- Rezeption des Deutschen Idealismus in Polen – Schelling, katholische und romantische Traditionen – und ihr Einfluss auf die Kategorien von Ordnung, Freiheit und Gemeinschaft.
- Die Philosophie Józef Gołuchowskis – Rekonstruktion des Systems, Methodologie einer „Philosophie des Paradoxons“, Übergang von der Metaphysik zur sozial-politischen Praxis.
- Lebensphilosophie, Hermeneutik des Lebens und Geschichtlichkeit – im Widerstreit mit dem Positivismus sowie deren Nachklänge in der polnischen Gelehrtenkultur.
Biografie
Ich wurde am 12. März 1990 in Tarnów geboren, in eine Familie mit tiefen pädagogischen und künstlerischen Traditionen. Meine Mutter ist Lehrerin, mein Vater – zuvor Pädagoge und Resozialisierungserzieher – widmete sich der bildenden Kunst: sakrale und Porträtmalerei, Zeichnung und Grafik, Skulptur, Glasmalerei sowie die Gestaltung sakraler Innenräume.
In den Jahren 2003–2009 besuchte ich die Staatliche Kunstschule Artur Grottger in Tarnów. Ich verteidigte Diplome in Bildhauerei, Fotografie und Tischlerei, legte die Kunstgeschichte-Prüfung ab und erwarb den Titel eines Kunstgestalters mit Spezialisierungen in Angewandten Formen und künstlerischem Möbelbau. Ich wurde mit Stipendien des Ministerpräsidenten (2006/2007, 2008/2009) sowie der Stiftung des Erzbischofs Jerzy Ablewicz (2007/2008) ausgezeichnet.
Nach dem Abitur begann ich ein Ingenieurstudium an der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Universität Krakau (2009–2011), das ich zugunsten der Philosophie abbrach.
Von 2011 bis 2014 studierte ich Philosophie an der Jagiellonen-Universität (BA) mit einer zusätzlichen Spezialisierung in östlicher Philosophie. In den Jahren 2014–2016 entstand meine Magisterarbeit unter Betreuung der unvergessenen Prof. Elżbieta Paczkowska‑Łagowska mit dem Titel „Diltheys und Nietzsches Sicht auf den Menschen“; die Gutachter empfahlen eine Auszeichnung.
2018 nahm ich an der IV. Sommerschule der Prozessphilosophie der A.-N.-Whitehead-Metaphysischen Gesellschaft teil; im Jahr darauf erwarb ich die Lehrbefähigung am Pädagogischen Studium der Jagiellonen-Universität.
In den Jahren 2019–2021 absolvierte ich postgraduale Studien „Totalitarismus – Nationalsozialismus – der Holocaust“ im Staatlichen Museum Auschwitz‑Birkenau (in Kooperation mit der Universität der Kommission für Nationale Bildung); die Abschlussarbeit trug den Titel „Gołuchowski ein Antisemit? Das auserwählte Volk im konservativ‑romantischen politischen Denken des Philosophen aus Garbacz“.
Fast zeitgleich (2020–2021) schloss ich das Programm „Mediation und andere Methoden alternativer Streitbeilegung“ an der Fakultät für Recht und Verwaltung der Jagiellonen‑Universität ab.
Von 2016 bis 2023 war ich Doktorand (im sog. alten System) am Institut für Philosophie der Jagiellonen‑Universität, zweimal ausgezeichnet mit einem Stipendium für die besten Doktoranden. Ich organisierte die Schulung „Polnische Bibliografie der Estreicher“ (2017) im Forschungszentrum der Estreicher‑Bibliografie (Jagiellonen‑Bibliothek).
Mein beruflicher Weg war heterogen und vielfältig bildend: Grafikdesigner, Copywriter, Fundraiser, Architektenassistent, Operator einer Sicherheitsleitstelle, Verkäufer, Bäcker, Flugblattverteiler, Gärtner, Küchenhilfe und Fahrer (darunter Berufs‑ und Taxifahrer). Ich besitze bis heute die Berufskraftfahrer‑Qualifikation für den Güterverkehr (Code 95) sowie ein gültiges ADR‑Zertifikat im vollen Umfang – für die Beförderung gefährlicher Güter sowohl als Stückgut als auch in Tankfahrzeugen, einschließlich Klasse 1 (Explosivstoffe) und Klasse 7 (radioaktive Stoffe).
Einen besonderen Platz nimmt die Lehrtätigkeit ein: Unterricht in Ethik und Philosophie an Grund‑ und Oberschulen, philosophische Werkstätten und ein Kolloquium philosophischer Reflexion.
Meine Interessen konzentrieren sich auf Philosophie, Literatur, Ideengeschichte und Religionswissenschaft. Mein Publikationswerk umfasst 26 wissenschaftliche Aufsätze sowie 16 auf nationalen und internationalen Tagungen gehaltene Referate. Ich war der letzte Doktorand des Instituts für Philosophie der Jagiellonen‑Universität im alten System. Außerhalb der Wissenschaft gilt meine Leidenschaft den Kampf‑ und Budo‑Künsten – ich trainierte Aikidō, Boxen, Judo, Muay Thai, Kendō und Arnis.
Privat bin ich Ehemann und Vater von zwei (bald drei) Töchtern. Im Alltag begleiten mich neben meiner Frau und den Kindern auch ein treuer Hund und zahlreiche Eidechsen.
Ausbildung
- 27. Februar 2025 – Verleihung des Doktorgrades (Geisteswissenschaften) in der Disziplin Philosophie.
- 2016–2023 – Promotionsstudium (Philosophische Fakultät), Geisteswissenschaften, Philosophie, Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University).
- 2020–2021 – „Mediation und andere Methoden alternativer Streitbeilegung“ (Fakultät für Recht und Verwaltung), postgraduale Studien, Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University).
- 2019–2021 – „Totalitarismus – Nationalsozialismus – der Holocaust“, postgraduale Studien, Staatliches Museum Auschwitz‑Birkenau in Kooperation mit der Universität der Kommission für Nationale Bildung.
- 2015–2019 – Pädagogisches Studium, Lehrbefähigung, Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University).
- 2018 – IV. Sommerschule der Prozessphilosophie, A.-N.-Whitehead‑Metaphysische Gesellschaft.
- 2014–2016 – Philosophie, Magister, Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University).
- 2011–2014 – Philosophie, Bakkalaureus; Spezialisierung: östliche Philosophie, Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University).
- 2003–2009 – Allgemeine Kunstschule Artur Grottger in Tarnów, Spezialisierung: angewandte Formen und künstlerischer Möbelbau.
Publikationen
- Semper vivus. Die Philosophie Józef Gołuchowskis aus der Wilnaer Zeit in den Artikeln der litauischen Forscherin Rūta Marija Vabalaitė [Poln.: „Semper vivus. Filozofia Józefa Gołuchowskiego z okresu wileńskiego w artykułach litewskiej badaczki Rūty Marij Vabalaitė”], „Rocznik tomistyczny”, Nr. 12 (2023), S. 420–434.
- Thomistische Fäden in der Philosophie Józef Gołuchowskis [Poln.: „Wątki tomistyczne w filozofii Józefa Gołuchowskiego”], „Rocznik tomistyczny”, Nr. 12 (2023), S. 219–237.
- Forschungen zum Leben und Denken Józef Gołuchowskis (Teil 4) [Poln.: „Badania nad życiem i myślą Józefa Gołuchowskiego (Cz. 4)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 351–358.
- Forschungen zum Leben und Denken Józef Gołuchowskis (Teil 3) [Poln.: „Badania nad życiem i myślą Józefa Gołuchowskiego (Cz. 3)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 342–350.
- Forschungen zum Leben und Denken Józef Gołuchowskis (Teil 2) [Poln.: „Badania nad życiem i myślą Józefa Gołuchowskiego (Cz. 2)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 336–341.
- Forschungen zum Leben und Denken Józef Gołuchowskis (Teil 1) [Poln.: „Badania nad życiem i myślą Józefa Gołuchowskiego (Cz. 1)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 329–335.
- Die Philosophie des Menschen und der Geschichte bei Dilthey im Gegenüber zum nietzscheanischen Übermenschen und dem Fehler der Geschichtslosigkeit (Teil 3) [Poln.: „Diltheyowska filozofia człowieka i historii w konfrontacji z nietzscheańskim nadczłowiekiem i błędem ahistoryczności (Cz. 3)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 322–328.
- Die Philosophie des Menschen und der Geschichte bei Dilthey im Gegenüber zum nietzscheanischen Übermenschen und dem Fehler der Geschichtslosigkeit (Teil 2) [Poln.: „Diltheyowska filozofia człowieka i historii w konfrontacji z nietzscheańskim nadczłowiekiem i błędem ahistoryczności (Cz. 2)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 315–321.
- Die Philosophie des Menschen und der Geschichte bei Dilthey im Gegenüber zum nietzscheanischen Übermenschen und dem Fehler der Geschichtslosigkeit (Teil 1) [Poln.: „Diltheyowska filozofia człowieka i historii w konfrontacji z nietzscheańskim nadczłowiekiem i błędem ahistoryczności (Cz. 1)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 308–314.
- Der historische Mensch nach Wilhelm Dilthey (im Zugang von Elżbieta Paczkowska-Łagowska) [Poln.: „Człowiek historyczny według Wilhelma Diltheya (w ujęciu Elżbiety Paczkowskiej-Łagowskiej)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 302–307.
- Beitrag zur Entwicklung der Schule der Grammatiker [Poln.: „Przyczynek dla rozwoju szkoły gramatyków”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 294–301.
- Der anthropologische Existentialismus Witold Gombrowiczs (Teil 2) [Poln.: „Egzystencjalizm antropologiczny Witolda Gombrowicza (Cz. 2)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 287–293.
- Der anthropologische Existentialismus Witold Gombrowiczs (Teil 1) [Poln.: „Egzystencjalizm antropologiczny Witolda Gombrowicza (Cz. 1)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 278–286.
- Zur Problematik der schöpferischen Eingebung aus der Perspektive der existentialistischen Ästhetik Sartres (am Beispiel des Romans „La Nausée“) [Poln.: „Problematyka natchnienia twórczego z perspektywy egzystencjalnej estetyki Sartre’a (na przykładzie powieści La Nausée)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXIII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, September 2022, ISBN: 978-83-63216-76-4, S. 270–277.
- Der Mensch der Macht in Nietzsches Philosophie [Poln.: „Człowiek mocy w filozofii Nietzschego”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, August 2022, ISBN: 978-83-63216-73-3, S. 197–202.
- Geschichtlichkeit und individuelles Leben (Teil 2): Wilhelm Dilthey [Poln.: „Historyczność a życie jednostkowe (Cz. 2): Wilhelm Dilthey”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, August 2022, ISBN: 978-83-63216-73-3, S. 186–196.
- Geschichtlichkeit und individuelles Leben (Teil 1): Friedrich Nietzsche [Poln.: „Historyczność a życie jednostkowe (Cz. 1): Friedrich Nietzsche”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, August 2022, ISBN: 978-83-63216-73-3, S. 176–185.
- Dilthey und Nietzsche: Lebensphilosophie als Gegenposition zur positivistischen Weltsicht [Poln.: „Dilthey i Nietzsche: Lebensphilosophie jako opozycja dla pozytywistycznej wizji świata”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, August 2022, ISBN: 978-83-63216-73-3, S. 169–175.
- Lebensphilosophie und der „Fremde“. Deutsche Philosophie zur Zeit der Migrationskrise [Poln.: „Lebensphilosofia a „Obcy”. Filozofia niemiecka w dobie kryzysu imigracyjnego”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, August 2022, ISBN: 978-83-63216-73-3, S. 150–159.
- Porträt eines Barbaren – Studie des absolut Fremden [Poln.: „Portret barbarzyńcy – studium absolutnie obcego”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXXII, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, August 2022, ISBN: 978-83-63216-73-3, S. 150–159.
- Kritik der utopischen Voraussetzungen des Historismus in Stanisław Lems grotesker Science-Fiction (Teil 2) [Poln.: „Krytyka utopijności założeń historycyzmu w groteskach fantastycznonaukowych Stanisława Lema (Cz. 2)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXX, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, April 2022, ISBN: 978-83-63216-69-6, S. 198–206.
- Kritik der utopischen Voraussetzungen des Historismus in Stanisław Lems grotesker Science-Fiction (Teil 1) [Poln.: „Krytyka utopijności założeń historycyzmu w groteskach fantastycznonaukowych Stanisława Lema (Cz. 1)”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XXX, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, April 2022, ISBN: 978-83-63216-69-6, S. 189–197.
- Gołuchowski ein Antisemit? Das auserwählte Volk im konservativ-romantischen politischen Denken des Philosophen aus Garbacz (Teil 2) [Poln.: „Gołuchowski antysemitą? Naród wybrany w konserwatywno-romantycznej myśli politycznej filozofa z Garbacza (Cz. 2)”]; [In:] ed. Bogusz M., Alfa i omega, Vol. V, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, März 2022, ISBN: 978-83-63216-67-2, S. 110–119.
- Gołuchowski ein Antisemit? Das auserwählte Volk im konservativ-romantischen politischen Denken des Philosophen aus Garbacz (Teil 1) [Poln.: „Gołuchowski antysemitą? Naród wybrany w konserwatywno-romantycznej myśli politycznej filozofa z Garbacza (Cz. 1)”]; [In:] ed. Bogusz M., Alfa i omega, Vol. V, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, März 2022, ISBN: 978-83-63216-67-2, S. 100–109.
- „Der Traum“ bei Dilthey als Reflexion über den Menschen [Poln.: „Sen” Diltheya jako refleksja nad człowiekiem”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XVI, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, Dezember 2019, ISBN: 978-83-63216-23-8, S. 380–389.
- Beitrag zur sozial-politischen Philosophie Józef Wojciech Gołuchowskis [Poln.: „Przyczynek do filozofii społeczno-politycznej Józefa Wojciecha Gołuchowskiego”]; [In:] ed. Bogusz M., Poszerzamy horyzonty, Vol. XIV, Publisher: Mateusz Weiland Network Solutions, Słupsk, August 2019, ISBN: 978-83-63216-18-4, S. 553–560.
Vorträge
- Zwischen Ordnung und Ironie: Rortys liberale Demokratie im Spiegel des polnischen romantischen Konservatismus [Between Order and Irony: Rorty’s Liberal Democracy in the Mirror of Polish Romantic Conservatism] – International Academic Conference: Philosophy, Democracy and Conversation, The Richard Rorty Society in cooperation with the Universität Buenos Aires (University of Buenos Aires), Argentina, 3–5 Dezember 2025.
- Metaphysik der Ordnung in der Katastrophe: Gołuchowski, Politische Theologie und historische Fiktionen des Anthropozäns [Metaphysics of Order in Catastrophe: Gołuchowski, Political Theology, and Historical Fictions of the Anthropocenes] – Internationaler Workshop: Historical Fiction in / and the Anthropocene, Historical Fictions Research Network, England/Welt, online, 29 November 2025.
- Populismus, symbolische Gewalt und Synodalität: Eine vergleichende Studie der Pontifikate Johannes Pauls II. und Franziskus [Populism , Symbolic Violence, and Synodality: A Comparative Study of the Pontificates of John Paul II and Francis] – International Academic Conference: Populism, Nationalism, and the Future of Democracy, "Journal for Cultural and Religious Theory" in cooperation with the University of Denver, online, 26–27 September 2025.
- Ein unerwünschter Klassiker der polnischen Romantik. Gołuchowski archivalisch gelesen [Niechciany Klassenk polskiego romantyzmu. Gołuchowski archiwalnie odczytany] – National Academic Conference: 12. Seminar of Historians of Polish Philosophy – Polish Philosophy: Between Classics and Epigones, Universität Zielona Góra (Universität Zielona Góra (University of Zielona Góra)), Zielona Góra, 19–20 Mai 2025.
- Prolegomena zum Verständnis der Liebe bei Gołuchowski. Bedeutungen und Kontexte [Prolegomena do Gołuchowskiego rozumienia miłości. Znaczenia i konteksty] – 2. National Academic Conference: Love, Intimacy, Sexuality. Legal, Psychological and Social Aspects, Center for American Studies and Center for European Studies in cooperation with Adam-Mickiewicz-Universität Posen (Adam Mickiewicz University), Posen in Posen, online, 8 Oktober 2022.
- Wie man keinen Ekel vor dem Leben empfindet. Józef Gołuchowskis Weisheitsphilosophie [O tym jak nie odczuwać wstrętu wobec życia. Filozofia mądrościowa Józefa Gołuchowskiego] – National Academic Conference: The Human Being Confronted with Questions of the Meaning of Life, Adam-Mickiewicz-Universität Posen (Adam Mickiewicz University), Posen in cooperation with the Polish Society for Philosophical Anthropology, Posen, 8–9 Juni 2018.
- Die lebenden Toten halten uns zusammen. Die Idee eines Staates der Verstorbenen [Żywe trupy trzymają nas razem. Idea budowy państwa zmarłych] – National Academic Conference: The Living Presence of the Dead in European Culture, Universität Stettin (Universität Stettin (University of Szczecin)), Pobierowo, 15–17 Mai 2018.
- Wozu die Sprache? Lokalität und Universalität im Denken Józef Gołuchowskis [Cóż z języka? Lokalność i uniwersalność w myśli Józefa Gołuchowskiego] – International Academic Conference: Philosophizing in Polish. The Originality of Language – the Universality of Problems, Jan-Długosz-Universität Tschenstochau (Jan Dlugosz University) in Tschenstochau in Tschenstochau, Tschenstochau, 8 Mai 2018.
- Akademischer Geächteter. Die romantischen Lebenswege Józef Gołuchowskis im Licht der Suche nach den Quellen seiner Philosophie [Akademicki banita. Romantyczne losy Józefa Gołuchowskiego w świetle poszukiwań źródeł jego filozofii] – National Academic Conference: Between Rise and Fall. The Phenomenon of Social Advancement and Failure across History, Jan Kochanowski Universität in Kielce in cooperation with the "Wczoraj Dla Jutra" Foundation, Zakopane, 20–22 April 2018.
- Isolation ist ein Segen. Über den Menschen als einsames Wesen [Izolacja jest błogosławieństwem. O człowieku jako istocie samotnej] – National Academic Conference: The Philosopher in the Works of Stanislaw Lem, 3. Edition: Anthropology, Pedagogical Universität, Krakau, 23–24 März 2018.
- Lebensphilosophie und der „Fremde“ – deutsche Philosophie zur Zeit der Migrationskrise [Lebensphilosophie a „obcy” - filozofia niemiecka w dobie kryzysu imigracyjnego] – 5. International Academic Conference: Society and War – Europe behind Walls – "The Stranger" at the Gates of Europe, General Tadeusz Militärische Landesakademie Wrocław (General Tadeusz Kościuszko Military University of Land Forces) (General Tadeusz Kościuszko Military Universität of Land Forces) (Breslau) in cooperation with the Universität Breslau (Universität Breslau (University of Wrocław)), Breslau, 30 Nov – 1 Dezember 2017.
- Politischer Realismus Józef Gołuchowskis [Realizm polityczny Józefa Gołuchowskiego] – National Academic Conference: 9th Seminar on Polish Philosophy – Local and Universal Contexts, Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University), Krakau, 21–22 September 2017.
- Kritik der utopischen Voraussetzungen des Historismus in den Science‑Fiction‑Grotesken Stanisław Lems [Krytyka utopijności założeń historycyzmu w groteskach fantastycznonaukowych Stanisława Lema] – International Academic Conference: History – Mass – Pop Culture, Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University) in cooperation with the Museum of the People's Republic of Poland, Krakau, 12–13 Mai 2017.
- Entworfene Angst – der Schrecken der Existenz [Strach zaprojektowany - groza istnienia] – 3. National Academic Conference: Worlds of Horror, Facta Ficta Research Centre in cooperation with the Universität Schlesien (University of Silesia), Katowice, 7–9 April 2017.
- Die Erzeugung des Gewissens – moralische Entscheidungen in Videospielen am Beispiel der Reihe „Mass Effect“ [Kreacja sumienia - wybory moralne w grach wideo na przykładzie serii „Mass Effect”] – 2. International Academic Conference: 50 Shades of Popular Culture, Facta Ficta Research Centre in cooperation with the Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University), Krakau, 20–23 Februar 2017.
- Die Rolle der Emotionen in Józef Gołuchowskis politischer Philosophie [Rola emocji w filozofii politycznej Józefa Gołuchowskiego] – National Academic Conference: Emotions in Politics, journal "Eyda" in cooperation with the Universität Warschau (University of Warsaw), Warsaw, 20 Januar 2017.
- Polnischer Messianismus oder eine Interpretation von Schellings Idealismus. Die intellektuelle Biografie Józef Gołuchowskis [Mesjanizm polski czy interpretacja idealizmu Schellinga. Biografia intelektualna Józefa Gołuchowskiego] – National Academic Conference: The Influence of Young Scholars on the Achievements of Polish Science – 10. Edition, CreativeTime and the Inter‑Universität Academic Committee, Krakau, 14 Januar 2017.
- Porträt eines Barbaren – Studie des absolut Fremden [Portret barbarzyńcy - studium absolutnie obcego] – National Academic Conference: Otherness, Foreignness, Exclusion, Facta Ficta Research Centre in cooperation with the Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University), Krakau, 9–11 Dezember 2016.
- Józef Wojciech Gołuchowski – Philosophie als Medizin für die Seele [Józef Wojciech Gołuchowski - filozofia jak lekarstwo dla duszy] – National Academic Conference: Around the Idea of Philosophical Counseling 2: Philosophical Coaching, Universität Oppeln (University of Opole) in cooperation with the Association for Philosophical Counseling "Pogadalnia", Opole, 8–9 Dezember 2016.
Drittmittelaktivitäten
- Platonismus in der Entwicklung des romantischen Denkens. Der Fall Józef Gołuchowski und Platons „Politeia“ – 2025, Sonatina 9. Reg. Nr.: 2025/56/C/HS1/00556. Das Projekt erhielt eine sehr hohe Bewertung (converted scores: 72.25/100 points).
- Die Haltung der polnisch‑katholischen Rechten des 19. Jahrhunderts gegenüber Schellings Philosophie. Zwischen Dogmatik und philosophischer Praxis – 2023, Cieszkowski Scholarship 2023. Das Projekt wurde hoch bewertet, knapp unter der Fördergrenze.
- Wie man keinen Ekel vor dem Leben empfindet. Józef Gołuchowskis Weisheitsphilosophie – 2018, Quality‑Enhancement Grant, Institut of Philosophy, Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University). BEWILLIGT.
- Die lebenden Toten halten uns zusammen. Die Idee eines Staates der Verstorbenen – 2018, Quality‑Enhancement Grant, Institut of Philosophy, Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University). BEWILLIGT.
- Das Leben verstehen, die allumfassende Liebe und die Nation – Zur Philosophie Józef Wojciech Gołuchowskis als Projekt des Denkens jenseits der Universitätsmauern – 2017, Cieszkowski Scholarship 2018. Antrag ordnungsgemäß eingereicht.
- Polnischer Messianismus oder eine Interpretation von Schellings Idealismus. Die intellektuelle Biografie Józef Gołuchowskis – 2017, Preludium 7. Reg. Nr.: 2017/25/N/HS1/01508. Antrag ordnungsgemäß eingereicht.
Abschlussarbeiten
Doktorarbeit- Die sozial-politische Philosophie Józef Gołuchowskis – Betreuung: Prof. Elżbieta Paczkowska-Łagowska (†), Prof. Marcin Karas; Verteidigung: 15. Januar 2025; Gutachter: Dr. hab. Leon Miodoński, Universität Breslau (University of Wrocław); Dr. hab. Tomasz Mróz, Universität Zielona Góra (University of Zielona Góra); Dr. hab. Andrzej Wawrzynowicz, Adam-Mickiewicz-Universität Posen (Adam Mickiewicz University), Posen.
Zugang zur Doktorarbeit und zu den Gutachten: Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University) – Repositorium
Zusammenfassung (Deutsch): Die vorliegende Dissertation wurde verfasst, um mehrere Forschungsprobleme zu klären und eine neue, angemessenere Perspektive für die Forschung zum Denken Józef Gołuchowskis zu eröffnen. Zwar kann man nicht sagen, dass sich niemand mit Leben und Werk Gołuchowskis befasst, doch bleiben sowohl seine Person als auch seine Philosophie einer breiteren Öffentlichkeit wenig bekannt, und – wie ich zeige – selbst im engeren Kreis treten zahlreiche Irrtümer auf, die weitervervielfältigt und schließlich als Fakten akzeptiert werden, sodass sich eine Tradition herausbildet, die über Gołuchowski losgelöst vom Leben spricht. Das Aufdecken und Erklären dieser Fehler sowie die Anzeige eines neuen Weges besitzen eine echte Bedeutung für den heutigen Menschen. Obwohl seit Gołuchowskis Tod mehr als 160 Jahre vergangen sind, bin ich der Überzeugung, dass die Frage nach dem Verhältnis von Philosophie und Leben – zumal ihrer Verwirklichung in Form der Politik – aktuell bleibt. Wir sprechen zwar von einer Zeit, die vielleicht nicht von so schweren Gefahren gezeichnet ist wie das 19. Jahrhundert; dennoch sehen wir uns einer Lage gegenüber, in der die Lobredner vergangener Zeiten, im Widerspruch zu ihrer eigenen Tradition, immer neue Scheite in den Ofen des politischen Romantismus legen. Wie der Philosoph aus Garbacz mit seinem Leben zeigte, kann dieser Weg gefährlich sein, denn ihm zu folgen bedeutet eine Zerstörung der Ordnung auf eine Weise, die man nicht erwartet: nicht durch Gewalt, sondern durch den Logos – eine derartige Auseinandersetzung um das innere Licht ist den Menschen entschieden zuwider. Hauptziel der Dissertation war es, die Philosophie des Philosophen aus Garbacz in einer sozial-politischen Perspektive darzustellen, die ich als den Kern von Gołuchowskis Denken erachte und der alles andere als Fundament dient. Die übergreifende Aufgabe seines Werkes bestand in der schöpferischen Transposition der Metaphysik auf den eminent praktischen Boden des sozial-politischen Denkens. Metaphysische und religiöse Prämissen hatten für ihn große Bedeutung, doch vor allem deshalb, weil sie – in seiner Weise formuliert – zu dem führten, was für ihn das Wichtigste war: Heil und gesellschaftliche Ordnung. Diese Schlüsselthese setzte die Notwendigkeit interdisziplinärer Forschung zu Gołuchowskis Philosophie voraus. Nach meiner Auffassung sind diese Fragen bislang nicht angemessen untersucht worden. Schon Maurycy Straszewski schrieb von der Notwendigkeit einer solchen Arbeit: „der philosophische Wert von Gołuchowskis gesellschaftlichen Schriften ist immens, leider bislang gänzlich vernachlässigt“. Das Hauptziel war mit Prämissen verknüpft, deren Nachweis zur Hauptkonklusion führte. Die erste Annahme dieser Arbeit lautete, dass Gołuchowskis Denken ernst genommen werden muss (1). Das heißt: Alles, was er schrieb, hatte für ihn Wert und entsprach in der Tat dem, was er mitteilen wollte. Die zweite wichtige Prämisse – mit der ersten verbunden – war die Annahme, dass Gołuchowskis Denken als (2) philosophisches System angelegt ist. Ich vertrete die These, dass sich seine Ideen zwar in bestimmten Aspekten entwickeln, dies jedoch innerhalb konkreter, nicht zu überschreitender Bereiche geschieht, die das Leben in jeder möglichen Weise berühren sollen. Der dritte Aspekt betrifft das Problem der Geschichte: Die Forscher haben sich bemüht, den Reichtum seiner Einsichten innerhalb des Rahmens einer (3) konfessionellen Zugehörigkeit zu fixieren, indem sie sein System mit chirurgischer Präzision einmal dem aufklärerischen, vor allem dem romantischen Denken, dann dem katholischen oder dem schellingschen zuordneten. Über die Ablehnung seiner Philosophie als System hinaus erkenne ich in dieser Etikettierung einen weiteren grundlegenden Fehler, der das wirkliche Verständnis seines Denkens vereitelt. Das vierte Problem betrifft die Aufgabe, (4) den A-Rationalismus zu verstehen – der mit Irrationalismus nicht identisch ist und logisch eine eigenständige Qualität darstellt. In meiner Lektüre des Philosophen aus Garbacz halte ich sein System für eine Philosophie des Paradoxons, die durch eine vorgängige Negation, die zur Synthese mit der Hauptthese wird, auf eine neue Qualität zielt. Das letzte Problem ist (5) die Korrektur der Fehler früherer Forscher – solcher, die entweder die Primärtexte nicht erreichten und ausschließlich aufgrund sog. Autoritäten schrieben, oder – falls sie doch zu den Quellen gelangten – bestimmte Fragen überinterpretierten oder Offenkundiges zu Mysterien umdeuteten, um es anschließend unter Beifall zu „lösen“. Dieser Punkt bringt zahlreiche weitere Feststellungen mit sich – vor allem auf der historischen Ebene, denn ich habe als unzugänglich geltende Handschriften erschlossen und bestimmte Tatsachen aus dem Leben des Philosophen belegt. In der Architektur der Arbeit habe ich mich entschlossen, auf die trinitarische Geschichtseinteilung Joachims von Fiore anzuspielen, dessen Heilsgeschichte und Geschichtsphilosophie die christliche Dogmatik – besonders den Protestantismus – nachhaltig beeinflussten und die wiederum für die Entwicklung des deutschen Denkens wichtig waren. Diese symbolische trinitarische Entfaltung, die vom Leben zum Geist fortschreitet – vom Gehorsam gegenüber Gesetzen (einschließlich des unveränderlichen Gesetzes der Geschichte) über den Dialog bis zum Auftritt eines Projekts völliger Freiheit –, wurde in drei große Teile dieser Arbeit übersetzt. Die Dissertation gliedert sich in drei Hauptteile: den Vater: die Zeiten der Welt; den Sohn: Logos; und den Geist: die Liebe, verwirklicht im sozial-politischen Bereich. Die Arbeit zielt darauf, die Grundannahme von Gołuchowskis Philosophie zur Darstellung zu bringen, nämlich Einheit in Vielheit und Vielheit in Einheit. Obgleich ich die Dissertation so anlegte, dass sich das Verstehen hermeneutisch entfaltet, bilden die Kapitel in weiten Teilen autonome Einheiten. Der Klarheit halber habe ich außerdem Unterkapitel verwendet. Im ersten Teil konzentrierte ich mich auf alles, was den Vater symbolisiert – alles Unbestreitbare, Unveränderliche und Dauerhafte. Metaphorisch ist dies die Geschichte der Welt im theologischen Sinne, methodisch der Satz historischer Fundamente und der Ereignisse der Philosophie- und Religionsgeschichte, die zur Basis für den Bau des Ideen-Gebäudes und eines philosophischen Systems wurden. Ich bemühte mich, all das einzubeziehen, was nicht nur Gołuchowskis Ansichten, sondern auch das Milieu formte, in dem er lebte, sich entwickelte, Erfahrungen sammelte und schuf. Der Logos repräsentiert den Sohn. Hier beginnt die menschliche Deutung von Verstehen, Erfahrung und Wirken der Ideen. Hier begann die eigentliche Analyse des philosophischen Systems des Philosophen. Zum Werden und zur Verwirklichung des Geistes gelangt der dritte Teil: der Geist – die Liebe, die im sozial-politischen Bereich realisiert wird. Nach Joachim von Fiore und den ihm folgenden Autoren (selbst wenn unbewusst, wie bei Schelling) stellt die Zeit des Geistes ein Zukunftsprojekt dar, erfüllt von höchstem Glück und Freiheit. So auch bei Gołuchowskis Projekt, dessen Realisierung das gute Leben auf Erden und das Heil nach dem Tod gewährleisten sollte. In diesem Teil analysiere ich – dank der zuvor erarbeiteten Instrumente – die ausdrücklich sozial-politische Philosophie des Vilniuser Professors, wie sie in seinen Texten sichtbar ist. Ich suchte zu zeigen, wie er Metaphysik in Politik überträgt, in den meisten seiner gesellschaftlichen Schriften, die ich kritisch präsentiere. Dieser letzte Teil sollte die tatsächliche Reaktivität des Philosophen und seine reale Verwurzelung in der Gedankenwelt sichtbar machen, was die früheren theoretischen Erwägungen rechtfertigen soll.
Magisterarbeit
- Die Sicht auf den Menschen bei Dilthey und Nietzsche – Betreuung: Prof. Elżbieta Paczkowska-Łagowska (†); Verteidigung: 9. September 2016; Gutachter: Prof. Elżbieta Paczkowska-Łagowska (†); Dr. hab. Janusz Mizera, Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University).
Zugang zu den Gutachten: Jagiellonen-Universität (Jagiellonian University) – Repositorium
Zusammenfassung (Deutsch): Die vorliegende Arbeit wurde verfasst, um mehrere Forschungsprobleme zu klären und eine neue, angemessenere Perspektive für die Forschung zum Denken Józef Gołuchowskis zu eröffnen. Zwar kann man nicht sagen, dass sich niemand mit Leben und Werk Gołuchowskis befasst, doch bleiben sowohl seine Person als auch seine Philosophie einer breiteren Öffentlichkeit wenig bekannt, und – wie ich zeige – selbst im engeren Kreis treten zahlreiche Irrtümer auf, die weitervervielfältigt und schließlich als Fakten akzeptiert werden, sodass sich eine Tradition herausbildet, die über Gołuchowski losgelöst vom Leben spricht. Das Aufdecken und Erklären dieser Fehler sowie die Anzeige eines neuen Weges besitzen eine echte Bedeutung für den heutigen Menschen. Obwohl seit Gołuchowskis Tod mehr als 160 Jahre vergangen sind, bin ich der Überzeugung, dass die Frage nach dem Verhältnis von Philosophie und Leben – zumal ihrer Verwirklichung in Form der Politik – aktuell bleibt. Wir sprechen zwar von einer Zeit, die vielleicht nicht von so schweren Gefahren gezeichnet ist wie das 19. Jahrhundert; dennoch sehen wir uns einer Lage gegenüber, in der die Lobredner vergangener Zeiten, im Widerspruch zu ihrer eigenen Tradition, immer neue Scheite in den Ofen des politischen Romantismus legen. Wie der Philosoph aus Garbacz mit seinem Leben zeigte, kann dieser Weg gefährlich sein, denn ihm zu folgen bedeutet eine Zerstörung der Ordnung auf eine Weise, die man nicht erwartet: nicht durch Gewalt, sondern durch den Logos – eine derartige Auseinandersetzung um das innere Licht ist den Menschen entschieden zuwider.
Lehrerfahrung
- Lehrer für Ethik – (Klassen 1–8), Grundschule Nr. 1, Skawina, 10.2025–06.2026.
- Lehrer für Ethik – (Klassen 1–8), Grundschule Nr. 34, Krakau, 09.2019–02.2023.
- Lehrer für Philosophie und Ethik – 27. Allgemeinbildendes Lyzeum, Krakau, 09.2019–02.2022.
- Lehrer für Ethik – (Klassen 1–4), Grundschule Nr. 19, Krakau, 09.2020–02.2022.
- Lehrer für Ethik – (Klassen 1–8), Grundschule Nr. 10, Krakau, 09.2020–06.2021.
- Pädagogisches Praktikum in Ethik – Private Grundschule Nr. 1 und Privates Gymnasium Nr. 3, Schul‑ und Vorschulkomplex „Dona“, Krakau, 11.2018–01.2019.
- Durchführung von Lehrveranstaltungen: „Informationstechnologie“ – Kurs für Studierende der Philosophie und Ethik, Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University), Krakau, 10.2017–02.2018.
Auszeichnungen und Ehrungen
- Stipendium für die besten 10 % der Doktorand:innen – Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University), akademisches Jahr 2022/2023.
- Qualitätsstipendium für die besten 30 % der Doktorand:innen – Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University), akademisches Jahr 2017/2018.
- Stipendium des Ministerpräsidenten – Tarnów, Schuljahr 2008/2009.
- Stipendium der Stiftung des Erzbischofs Jerzy Ablewicz – Tarnów, Schuljahr 2007/2008.
- Stipendium des Ministerpräsidenten – Tarnów, Schuljahr 2006/2007.
Weitere Aktivitäten
- Verleihung des Grades „angestellte Lehrkraft“ – Schul‑ und Vorschulkomplex Nr. 4, Krakau, 1. Juli 2020.
- Durchführung eines Konversatoriums im Rahmen der von mir gegründeten Gesellschaft für philosophische Reflexion – Projekt zur Popularisierung der Philosophie unter Jugendlichen, 27. Allgemeinbildendes Lyzeum in Krakau, 15.11.2019–25.06.2020.
- Durchführung philosophischer Workshops zur Vielfalt der Romantik und ihrem zeitgenössischen Erbe – Projekt zur Popularisierung der Philosophie unter Jugendlichen, Privates Gymnasium Nr. 3 in Krakau, 29.11.2018.
- Konzept und Mitorganisation der Schulung „Polnische Bibliografie der Estreicher“ im Forschungszentrum der Polnischen Bibliografie der Estreicher – für Studierende der Philosophie und Ethik, Jagiellonen‑Universität (Jagiellonian University), 06.04.2017.
Kontakt
E‑mail: tomasz.stanowski@gmail.com
ORCID: 0000-0002-7462-9667