Dr. Tomasz-Łukasz Stanowski

Ideengeschichte, Idealismen, Romantiken, Konservatismen, Lebensphilosophie

Forschungsprofil

Ich bin Philosoph und Ideenhistoriker, spezialisiert auf Idealismen (insbesondere den deutschen), Romantiken, Konservatismen sowie die Lebensphilosophie, mit Schwerpunkt auf der Rezeption dieser Traditionen im polnischen Denken. Im Zentrum steht Józef Gołuchowski – sein System, seine intellektuelle Formation und die Transposition der Metaphysik in die sozial‑politische Ordnung. Ich verbinde Quellenlektüre, Archivforschung und vergleichende Ansätze (Schelling, Gołuchowski, Dilthey, Nietzsche), um zu zeigen, wie philosophische Ideen in Kultur und Politik „arbeiten“. Derzeit forsche ich unabhängig außerhalb institutioneller Strukturen.



Forschungsbereiche und Zielsetzungen:

Biografie

Ich wurde am 12. März 1990 in Tarnów geboren, in eine Familie mit tiefen pädagogischen und künstlerischen Traditionen. Meine Mutter ist Lehrerin, mein Vater – zuvor Pädagoge und Resozialisierungserzieher – widmete sich der bildenden Kunst: sakrale und Porträtmalerei, Zeichnung und Grafik, Skulptur, Glasmalerei sowie die Gestaltung sakraler Innenräume.

In den Jahren 2003–2009 besuchte ich die Staatliche Kunstschule Artur Grottger in Tarnów. Ich verteidigte Diplome in Bildhauerei, Fotografie und Tischlerei, legte die Kunstgeschichte-Prüfung ab und erwarb den Titel eines Kunstgestalters mit Spezialisierungen in Angewandten Formen und künstlerischem Möbelbau. Ich wurde mit Stipendien des Ministerpräsidenten (2006/2007, 2008/2009) sowie der Stiftung des Erzbischofs Jerzy Ablewicz (2007/2008) ausgezeichnet.

Nach dem Abitur begann ich ein Ingenieurstudium an der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Universität Krakau (2009–2011), das ich zugunsten der Philosophie abbrach.

Von 2011 bis 2014 studierte ich Philosophie an der Jagiellonen-Universität (BA) mit einer zusätzlichen Spezialisierung in östlicher Philosophie. In den Jahren 2014–2016 entstand meine Magisterarbeit unter Betreuung der unvergessenen Prof. Elżbieta Paczkowska‑Łagowska mit dem Titel „Diltheys und Nietzsches Sicht auf den Menschen“; die Gutachter empfahlen eine Auszeichnung.

2018 nahm ich an der IV. Sommerschule der Prozessphilosophie der A.-N.-Whitehead-Metaphysischen Gesellschaft teil; im Jahr darauf erwarb ich die Lehrbefähigung am Pädagogischen Studium der Jagiellonen-Universität.

In den Jahren 2019–2021 absolvierte ich postgraduale Studien „Totalitarismus – Nationalsozialismus – der Holocaust“ im Staatlichen Museum Auschwitz‑Birkenau (in Kooperation mit der Universität der Kommission für Nationale Bildung); die Abschlussarbeit trug den Titel „Gołuchowski ein Antisemit? Das auserwählte Volk im konservativ‑romantischen politischen Denken des Philosophen aus Garbacz“.

Fast zeitgleich (2020–2021) schloss ich das Programm „Mediation und andere Methoden alternativer Streitbeilegung“ an der Fakultät für Recht und Verwaltung der Jagiellonen‑Universität ab.

Von 2016 bis 2023 war ich Doktorand (im sog. alten System) am Institut für Philosophie der Jagiellonen‑Universität, zweimal ausgezeichnet mit einem Stipendium für die besten Doktoranden. Ich organisierte die Schulung „Polnische Bibliografie der Estreicher“ (2017) im Forschungszentrum der Estreicher‑Bibliografie (Jagiellonen‑Bibliothek).

Mein beruflicher Weg war heterogen und vielfältig bildend: Grafikdesigner, Copywriter, Fundraiser, Architektenassistent, Operator einer Sicherheitsleitstelle, Verkäufer, Bäcker, Flugblattverteiler, Gärtner, Küchenhilfe und Fahrer (darunter Berufs‑ und Taxifahrer). Ich besitze bis heute die Berufskraftfahrer‑Qualifikation für den Güterverkehr (Code 95) sowie ein gültiges ADR‑Zertifikat im vollen Umfang – für die Beförderung gefährlicher Güter sowohl als Stückgut als auch in Tankfahrzeugen, einschließlich Klasse 1 (Explosivstoffe) und Klasse 7 (radioaktive Stoffe).

Einen besonderen Platz nimmt die Lehrtätigkeit ein: Unterricht in Ethik und Philosophie an Grund‑ und Oberschulen, philosophische Werkstätten und ein Kolloquium philosophischer Reflexion.


Meine Interessen konzentrieren sich auf Philosophie, Literatur, Ideengeschichte und Religionswissenschaft. Mein Publikationswerk umfasst 26 wissenschaftliche Aufsätze sowie 16 auf nationalen und internationalen Tagungen gehaltene Referate. Ich war der letzte Doktorand des Instituts für Philosophie der Jagiellonen‑Universität im alten System. Außerhalb der Wissenschaft gilt meine Leidenschaft den Kampf‑ und Budo‑Künsten – ich trainierte Aikidō, Boxen, Judo, Muay Thai, Kendō und Arnis.

Privat bin ich Ehemann und Vater von zwei (bald drei) Töchtern. Im Alltag begleiten mich neben meiner Frau und den Kindern auch ein treuer Hund und zahlreiche Eidechsen.

Ausbildung

Publikationen

Vorträge

Drittmittelaktivitäten

Abschlussarbeiten

Doktorarbeit
Magisterarbeit

Lehrerfahrung

Auszeichnungen und Ehrungen

Weitere Aktivitäten

Kontakt

E‑mail: tomasz.stanowski@gmail.com

ORCID: 0000-0002-7462-9667